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Der UneeX-Blog

Das KfW-ifo-Fachkräftebarometer zeigt nur eine leichte, konjunkturell bedingte Erholung und fast zeitgleich antwortet die "Generation Z", dass sie "Bock auf Arbeit" hat. Wie passt das zusammen?


Zwei aktuelle Umfragen zum Fachkräftemangel und zur Einstellung von Berufsanfängern und Young Professionals möchten wir in unserem aktuellen Blog heute näher betrachten.



Im Juni 2023 veröffentlichten die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das ifo-Institut, basierend auf einer regelmäßigen Umfrage unter rund 9.000 Unternehmen das aktuelle KfW-ifo-Fachkräftebarometer. Es zeigt an, wieviel Prozent der befragten Unternehmen aktuell angeben, dass ihre Geschäftstätigkeit durch einen Fachkräftemangel behindert wird. Über alle Branchen hinweg liegt der Wert bei 42%, wobei im Dienstleistungsbereich 47% der Unternehmen über Fachkräftemangel klagen, in den östlichen Bundesländern sind es 48%.


Nahezu die Hälfte aller Unternehmen sind in ihrer Geschäftstätigkeit durch den Mangel an geeigneten Mitarbeitern eingeschränkt - und das im Wesentlichen durch die aktuell schwächelnde Konjunktur.


Betrachtet man die Entwicklung einzelner Branchen seit 2020, so wird deutlich, dass in einigen Branchen, wie z.B. Beherbergung, Gastronomie oder Telekommunikation der Mangel in 2022 besonders hoch, seit dem jedoch zum Teil deutlich zurückgegangen ist.

Ganz anders verhält es sich in den Branchen Rechts- und Steuerberatung oder Landverkehr/Transport. In der Rechts- und Steuerberatung werden 75% der befragten Unternehmen in ihrer Geschäftstätigkeit durch den Mangel an Fachkräften gehindert.


In der Rechts- und Steuerberatung werden 75% der befragten Unternehmen in ihrer Geschäftstätigkeit durch den Mangel an Fachkräften gehindert.


Blicken wir nun auf die Antworten der potenziellen Arbeitnehmer, die ebenfalls im zweiten Quartal 2023 im Rahmen einer Befragung des Marktforschungsunternehmens YouGov im Auftrag von LinkedIn unter 2.499 Menschen im Alter zwischen 16 und 28 Jahren ("Gen Z") durchgeführt wurde:

  • 83% sind bereit, hart zu arbeiten, wenn die Bezahlung stimmt

  • 64% geben an, schnell Karriere machen zu wollen

  • 52% sind bereit, Überstunden zu machen, auch am Wochenende, oder umzuziehen

Problematisch sehen die jungen Menschen das Angebot und die Form:

  • 58% empfinden die Anforderungen von offenen Stellen als unrealistisch

  • 57% wünschen sich klare, einfache Beschreibungen der Jobs

  • 54% wünschen mehr Transparenz hinsichtlich Gehalt und Entwicklungsmöglichkeiten

Entsprechend unsicher denken die jungen Menschen über die aktuelle Situation:

  • 56% geben zwar an, zu wissen, was sie beruflich machen möchten

  • 45% jedoch wissen nicht, wo sie mit der Jobsuche anfangen sollen

  • 43% fühlen sich bei der Jobsuche überfordert.


Wir von UneeX würden uns wünschen, dass zum einen die Unternehmen und Organisationen durch die Nutzung der Social Media, verstärkt auf die genannten Unsicherheiten und die fehlenden Informationen eine zeitgemäße Antwort finden. Und das sich andererseits mehr junge Menschen bei der Vielzahl der beruflichen Möglichkeiten trauen, aktiver und offener auf die Unternehmen oder Organisationen zuzugehen und neue Wege auszuprobieren.


Aus unserer Erfahrung und einer Vielzahl von Gesprächen mit Marktteilnehmern sehen wir ein großes Potenzial, dass junge Menschen einen guten, zu ihnen passenden Einstieg in das Arbeitsleben bekommen, wenn sie sich damit bereits in der Schule strukturiert und professionell auseinanderzusetzen. Die digitalen Tools dafür stehen bereit.

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Eine Regel in der IT-Branche besagt, dass die Erfolgschancen neuer Technologien auf kurze Sicht tendenziell über-, auf mittlere Sicht aber häufig eher unterschätzt werden.

Ist es also aktuell ein guter Zeitpunkt, sich mit VR im eigenen Unternehmen zu beschäftigen? Dieser Frage wollen wir im nachfolgenden Blog nachgehen.


Die Technologie der virtuellen Realität (VR) hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und ist mittlerweile für Unternehmen jeder Größe zugänglich. VR bietet eine immersivere und interaktivere Erfahrung als herkömmliche 2D-Technologien und eröffnet Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, ihre Prozesse zu optimieren und Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

Als Emerging Tech Trend ist das Metaverse im letzten Jahr auf den Hype Cycle Gartner hinzugekommen. In diesem Blogbeitrag werden wir untersuchen, warum es jetzt ein guter Zeitpunkt ist, sich mit VR im HR-Bereich zu beschäftigen und wie das eigene Unternehmen von dieser Technologie profitieren kann.


Quelle: www.Gartner.com

Blicken wir jetzt etwas differenzierter auf verschiedene Elemente im HR:


Rekrutierung und Onboarding

VIRTUAL REALITY RECRUITING kann Unternehmen dabei helfen, den Rekrutierungsprozess effektiver zu gestalten und Bewerber besser einzuschätzen. Unternehmen können virtuelle Umgebungen schaffen, in denen Bewerber reale Aufgaben oder Szenarien simulieren können, um ihre Fähigkeiten und ihr Verhalten zu beobachten. Dies ermöglicht eine objektivere Bewertung der Kandidaten und unterstützt eine fundierte Entscheidungsfindung. Darüber hinaus kann VIRTUAL REALITY RECRUITING auch im Onboarding-Prozess eingesetzt werden, um neuen Mitarbeitern interaktive Schulungen und virtuelle Rundgänge durch das Unternehmen anzubieten. Zusätzlich steigert VR schlichtweg die Attraktivität eines potentiellen Arbeitgebers, ist für jüngere, Gaming-affine Kandidat:innen interessanter und kann im aktuellen Arbeitnehmer:innenmarkt zu einer quantitativen Steigerung der Bewerbungen führen.


Mitarbeiterentwicklung und Schulungen

VIRTUAL REALITY RECRUITING bietet eine realistische und sichere Umgebung für die Mitarbeiterentwicklung und Schulungen. Unternehmen können virtuelle Szenarien erstellen, in denen Mitarbeiter herausfordernde Situationen wie Konfliktlösungen oder Kundenserviceinteraktionen üben können. Durch die immersive Natur des VIRTUAL REALITY RECRUITING können die Mitarbeiter ihre Fähigkeiten in einer realistischen Umgebung verbessern, ohne Risiken oder Konsequenzen für das Unternehmen. Dies trägt zur Effektivität der Schulungen bei und fördert das lebenslange Lernen der Mitarbeiter.

Quelle: "Virtual Reality in HR: The Future of Employee Training and Development" - TalentCulture (https://talentculture.com/virtual-reality-in-hr-the-future-of-employee-training-and-development/)


Mitarbeiterengagement und Wohlbefinden

VIRTUAL REALITY RECRUITING kann auch das Mitarbeiterengagement und -wohlbefinden verbessern, indem es Möglichkeiten für virtuelle Entspannung und Stressbewältigung bietet. Unternehmen können VR-Programme entwickeln, die den Mitarbeitern helfen, sich zu entspannen, virtuelle Reisen zu unternehmen oder meditative Umgebungen zu erleben. Dies kann den Mitarbeitern helfen, Stress abzubauen, ihre Produktivität zu steigern und ihre allgemeine Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu verbessern.

Quelle: "Virtual Reality at Work: The Next Big Thing in Employee Wellness Programs?" - SHRM (https://www.shrm.org/resourcesand)


Employer Branding

Der Einsatz von VIRTUAL REALITY RECRUITING im Bereich des Employer Brandings bietet Unternehmen einige Vorteile, die dabei helfen können, ein positives Image aufzubauen und qualifizierte Talente anzuziehen. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:


Innovatives und modernes Image

Unternehmen, die VIRTUAL REALITY RECRUITING in ihr Employer Branding integrieren, zeigen sich als fortschrittlich und innovativ. Der Einsatz neuer Technologien wie VIRTUAL REALITY RECRUITING signalisiert potenziellen Bewerbern, dass das Unternehmen sich für zukunftsorientierte Lösungen und ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld engagiert. Dies kann besonders für junge Talente attraktiv sein, die nach Unternehmen suchen, die auf dem neuesten Stand der Technik sind.


Interaktive und immersive Erfahrungen

VIRTUAL REALITY RECRUITING ermöglicht es Unternehmen, Bewerbern interaktive und immersive Erfahrungen zu bieten. Statt nur von den Vorteilen und Werten des Unternehmens zu lesen, können potenzielle Bewerber virtuell in die Unternehmenskultur eintauchen und ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, dort zu arbeiten. Sie können beispielsweise virtuelle Bürotouren machen, an virtuellen Team-Meetings teilnehmen oder an simulierten Projekten arbeiten. Diese immersive Erfahrung schafft eine stärkere Bindung und ermöglicht den Bewerbern, besser einschätzen zu können, ob das Unternehmen zu ihnen passt.


Positive Mundpropaganda

Der Einsatz von VIRTUAL REALITY RECRUITING im Employer Branding kann zu positiver Mundpropaganda führen. Wenn Bewerber von einer innovativen und einzigartigen VR-Erfahrung bei einem Unternehmen berichten, steigert dies das Interesse anderer potenzieller Bewerber. Eine solche positive Mundpropaganda kann die Reichweite des Unternehmens erhöhen und dazu beitragen, dass talentierte Kandidaten auf das Unternehmen aufmerksam werden.


Differenzierung von Wettbewerbern

VIRTUAL REALITY RECRUITING kann Unternehmen helfen, sich von ihren Wettbewerbern abzuheben. Wenn ein Unternehmen VIRTUAL REALITY RECRUITING in sein Employer Branding integriert, hebt es sich von anderen Unternehmen ab, die möglicherweise noch keine solche Technologie einsetzen. Dies kann dazu führen, dass Bewerber das Unternehmen als attraktiver und einzigartiger wahrnehmen, was wiederum die Talentakquisition und -bindung unterstützt.


Globaler Zugang

VIRTUAL REALITY RECRUITING ermöglicht es Unternehmen, Bewerber auf der ganzen Welt anzusprechen, unabhängig von ihrem geografischen Standort. Durch virtuelle Jobmessen oder VIRTUAL REALITY RECRUITING -Vorstellungsgespräche können Unternehmen Bewerber erreichen, die sonst möglicherweise nicht die Möglichkeit hätten, persönlich am Standort des Unternehmens zu erscheinen. Dies erweitert den Bewerberpool und ermöglicht es Unternehmen, qualifizierte Talente aus verschiedenen Regionen anzuziehen.


Der Einsatz von VIRTUAL REALITY RECRUITING im Employer Branding bietet somit Unternehmen die Möglichkeit, ein innovatives und ansprechendes Image aufzubauen, Bewerber stärker einzubinden und sich von der Konkurrenz abzuheben. Durch die Schaffung interaktiver und immersiver Erfahrungen können Unternehmen ihre Employer Brand stärken und die Anziehungskraft auf qualifizierte Talente erhöhen.



Fazit

Die Nutzung von VIRTUAL REALITY RECRUITING erlebt aktuell gerade im HR-Bereich Technologie-affiner Unternehmen einen starken Aufschwung. Die Anwender berichten, dass sich HR-Projekte in virtuellen Realitäten ohne größeren Zeit- und finanziellen Aufwand realisieren lassen. Mit ausprobieren, experimentieren und pilotieren der neuen Technologie wir die Zukunftsfähigkeit der HR-Abteilungen und somit der Unternehmen insgesamt gestärkt.


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Aktualisiert: 13. Feb.

Aktuell sind Virtual Reality Anwendungen (VR) in aller Munde, nicht zuletzt, weil Mark Zuckerberg / META, Google und weitere Big Player wie Apple und Sony hohe Forschungs- und Marketingbudgets in massentaugliche Produkte investieren.

Aber hat VR das Potenzial, auch das Recruiting zu revolutionieren, indem es Unternehmen ermöglicht, potenzielle Mitarbeiter:innen auf innovative Weise zu erreichen und zu überzeugen?




Blicken wir kurz in die jüngere Vergangenheit des Recruitings zurück: Active Sourcing und Social Media Recruting waren in den letzten Jahren die wesentlichen Veränderungen in der Methodik des digitalen Recruitings. Daneben haben sich eine Fülle von unterstützenden Softwarelösungen und Apps etabliert, die dabei helfen, HR-Prozesse zu beschleunigen, zu skalieren, messbar und transparenter zu machen. Als weitere Methodik des digitalen Recruitings ist der Einsatz von VR hinzugekommen. Wir zeigen hier beispielhaft Anwendungsfälle und skizzieren, welche Mehrwerte durch VR im Recruiting geschaffen werden können. Ein Blick in die einschlägige Literatur und die bereits genutzten Anwendungen zeigt folgende Anwendungsgruppen:

  • Virtuelle Jobmessen: Auf Jobmessen erfahren potenzielle Kandidaten:innen durch die Nutzung von VR-Brillen immersiv mehr über ein Unternehmen, die Unternehmenskultur und Karrieremöglichkeiten. Technologieinteressierte Talente erfahren mehr über Stellenbeschreibungen und offene Stellen.

  • Virtuelle Job Interviews: Unternehmen können potenzielle Mitarbeiter:innen in einer virtuellen Umgebung treffen und interviewen, was die Interaktion im Vergleich zu den herkömmlichen Video-Formaten verbessert.

  • Virtuelle Unternehmensführungen: Unternehmen führen potenzielle Mitarbeiter:innen z.B. durch ihre Büroräume, um ihnen einen Eindruck von der Arbeitsumgebung zu vermitteln. Produktionsstätten an anderen Standorten können ohne Reisezeiten, -kosten und CO2-freundlich besichtigt werden. Zusätzlich können in VR-Umgebungen Informationen über Unternehmen und Kandidat:innen interaktiv eingebaut und spielerisch genutzt werden.

  • Virtuelles Onboarding/ Training: Unternehmen können potenzielle Mitarbeiter:innen in VR auf ihre Aufgaben vorbereiten und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten zu testen, bevor sie eingestellt werden. Selbst komplexere Arbeitsproben können in virtuellen Welten abgebildet werden. Auch der Einbau von Elementen der berufsbezogenen Eignungsdiagnostik in virtuelle Welten ist möglich.

Kurz zusammengefasst kann man zum heutigen Stand festhalten:

Kosten- und Zeiteinsparungen im Rahmen eines Recruitingprozesses sind relevante Vorteile im Wettbewerb um Talente im Vergleich zu zeitraubenden Präsenz-Meetings. Die Nutzung von nicht-personalisierten Avataren in Blind Auditions im Recruiting kann darüber hinaus diskriminierungsfreie Recruitingprozesse unterstützen.

Mit der Nutzung von VR-Anwendungen im Recruiting steht die Konzentration auf Kompetenzen stärker im Fokus als die Stringenz der Lebensläufe. Zukünftig relevante Kompetenzen, z.B. digitale Grundkompetenz, Selbstreflexion und Kommunikationskompetenz können in einer ersten virtuellen Testsituation indikativ spielerisch ermittelt werden.

Der wesentliche Mehrwert durch den Einsatz von VR entsteht im Kopf

Der wesentliche Mehrwert durch den Einsatz von VR entsteht jedoch im Kopf. Erste Studien zeigen, dass VR verschiedene Wirkungen auf die Anwender:innen hat, insbesondere wird auf den Wirkfaktor der emotionalen Aktivierung verwiesen. So entstehen mit VR Anwendungen neue deutlich stärker emotionale Optionen, um Kandidat:innen für das suchende Unternehmen zu interessieren. Beim Einsatz von VR spricht man von immersiven Technologien bzw. Immersion (lat. „eintauchen“). Kandidat:innen tauchen in die VR-Unternehmenswelt ein, dabei entstehen emotionale WOW-Effekte, die stärker im Kopf verankert werden: Diese emotionalen Momente bleiben im Kopf und werden mit dem suchenden Unternehmen -bei richtiger Anwendung- positiv verbunden.

Die virtuellen Welten sind dabei, HR-Prozesse in den Unternehmen massiv zu verändern. Im Recruiting innovativer Unternehmen ist VR bereits heute fester Bestandteil in den HR-Abteilungen.

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